Ukraine:
Wir stehen zusammen und kein Mensch ist vergessen

Zutiefst betroffen waren wir, als wir von den Angriffen auf die Ukraine erfahren haben, so wie es wohl alle Menschen in Europa mitten ins Herz getroffen hat. Wir wollen an der Seite der Menschen stehen und sie unterstützen, wo immer wir können. Wir Franziskaner sind seit vielen Jahren mit den Menschen in der Ukraine besonders verbunden.

Franziskanerinnen und Franziskaner helfen dort vor allem Kindern, älteren Menschen und alleinerziehenden Müttern, die in Not und Armut leben. Die Coronakrise hat auch in der Ukraine die Armen am härtesten getroffen. Die Folgen der jetzigen Eskalation für die Menschen können wir noch kaum erahnen.

Hundertausende sind auf der Flucht. Kinder, Frauen und Männer müssen ihre geliebte Heimat verlassen. Wissen nicht wohin, wissen nicht wie es weiter geht. Als franziskanische Hilfswerke werden wir daher gemeinsam mit unseren Schwestern und Brüdern vor Ort und mit Hilfe unserer über Jahrzehnte aufgebauten Infrastruktur nach Kräften tun, was wir können, um den Kindern, Frauen und Männern konkret zu helfen.

So bitte ich Sie von Herzen: Lassen Sie uns gemeinsam den Menschen in der Ukraine helfen: Wir brauchen Ihre Hilfe, damit wir helfen können, jeder Franken zählt!

Kamerun:
Licht zum Lernen

Kerzen und Taschenlampen dienen den angehenden Krankenschwestern und Hebammen in der Ausbildungsstätte in Shisong als Lichtspender zum Lernen und um sich auf die Vorlesungen vorzubereiten. Seit mehr als einem Jahr gibt es in Shisong keinen Strom mehr. Die Versorgung durch das staatliche Unternehmen wurde eingestellt. Grund dafür ist wohl auch der andauernde bewaffnete Konflikt, der Land und Menschen in Verunsicherung und Leid stürzt.

Die Lage ist schwierig. Die Franziskanerinnen erkennen mehr und mehr, dass sich die Ausbildungsqualität der Studentinnen unter diesen Bedingungen deutlich verschlechtert. Auch die Vorbereitungsarbeit der Dozentinnen und Dozenten verliert an Qualität, weil Strom fehlt. Die Zahl der Studentinnen ist zurückgegangen, obwohl das Land dringend ausgebildete medizinische Fachkräfte benötigt.

Schwester Lilian schreibt uns, dass die Installation einer Solaranlage für die Hauptklassenzimmer im Schulgebäude nur mit Hilfe von aussen geschehen kann, weil die Franziskanerinnen selbst über keine Mittel verfügen. Damit die renommierte Ausbildungsstätte für Krankenschwestern und Hebammen in Shisong erhalten bleibt und das Bildungsniveau wieder an Qualität gewinnt, sendet Schwester Lilian ihren Hilferuf zu uns.

17‘820 CHF für den Bau einer Solaranlage für die Stromversorgung

Mali:
Ein Brunnen für die Schulkinder

Seit nunmehr 15 Jahren wirken die Franziskanerinnen in Koumbala. Sie bieten Alphabetisierungskurse für Frauen an, haben mobile Kliniken ins Leben gerufen und führen in verschiedenen Dörfern Vorschulen. Was im Dorf Koumbala fehlte, war eine Vorschule. Die Kinder müssten weite Wege zurücklegen, um am Unterricht teilnehmen zu können.

Gerade die kleineren Mädchen und Jungen blieben so der Schule fern. Der Dorfrat hat die Franziskanerinnen deshalb gebeten, auch in Koumbala eine Vorschule aufzubauen. Das Gebäude steht mittlerweile. Fachleute stellten fest, dass auf dem Schulgelände ein Brunnen gebohrt werden kann.

Fliessend Wasser würde den Betrieb der Schule massgeblich erleichtern und für eine bessere Gesundheit der 120 Vorschulkinder sorgen. Weil die Franziskanerinnen keine Mittel zur Verfügung haben, bittet Schwester Elisandra uns um Unterstützung, damit der Brunnen gebaut werden kann. Zudem möchten die Schwestern die Klassenräume mit vier Lehrerpulten und vier Schränken sowie Tischen und Stühlen für die Kinder ausstatten.

27‘780 CHF für den Bau eines Brunnens, für einen Wasserhochtank und Schulmöbel

Nicaragua:
Wasser für Lebensqualität

Im Norden des Landes liegen die beiden Gemeinden Achuapa und El Sauce. Hier wirkt Pater Bonifacio mit seinen Mitbrüdern. Sie unterstützen die in grosser Armut lebenden Kleinbauernfamilien. Die Familien in den beiden Gemeinden kämpfen mit Bodenerosionen, Abholzung, stark eingesetzten Pestizide- und Düngemitteln.

Fehlender Zugang zu Bildung nimmt ihnen die Möglichkeit, sich zu entwickeln. Unterernährung, Armutskrankheiten wie Parasiten, Entzündungen, Durchfall und Tuberkulose schwächen die Menschen, besonders die Kinder. Die Franziskaner vor Ort wollen helfen. Mit dem Bau von Zisternen im Norden Nicaraguas haben sie bereits viel Erfahrung gesammelt.

So möchten sie jetzt den Familien in insgesamt 21 Dörfern der beiden Gemeinden helfen. Mit dem Bau von sieben Zisternen sowie Fortbildungen der Dorfvertreter in angepasster organischer und diversifizierter Landwirtschaft werden die Familien zukünftig reichlich gesunde Nahrungsmittel zur Verfügung haben. Zudem können sie ihre Produkte auf Märkten verkaufen und so ihr Einkommen verbessern. Die Gleichstellung von Frauen und Männern liegt den Franziskanern ebenso am Herzen. Auch das stärkt die Familien. Pater Bonifacio bittet uns um Unterstützung, damit 253 Familien, das sind 1200 Kinder, Jugendliche und Erwachsene, in eine bessere Zukunft blicken können.

62‘700 CHF für den Bau von sieben Wasserzisternen und Fortbildungen

Brasilien:
Ein Ort der Fürsorge

Aracaju ist eine Stadt im Nordosten Brasiliens mit zahlreichen Favelas, den so genannten Armenvierteln. Schwester Maria berichtet uns aus den Favelas, dass kriegsähnliche Szenen, Hunger, körperliche Gewalt, Drogen, Vernachlässigung und zerrüttete Familienverhältnisse zum täglichen Leben der Kinder und Jugendlichen gehören. Die Chancen der Jugend, einen Weg aus diesem Elend zu finden, sind nahezu unmöglich.

Angesichts dieser Misere haben die Franziskanerinnen schon vor vielen Jahren ein Bildungszentrum mit verschiedenen Förderprogrammen eröffnet. Die Mädchen und Jungen werden gestärkt, entdecken und entfalten ihre Fähigkeiten und finden neuen Lebensmut. Auch die Arbeit mit den Eltern ist hier sehr wichtig. Durch die Coronakrise und die Schliessung des Bildungszentrums hat sich die Lebenssituation der Kinder und Jugendlichen massiv verschlechtert.

Zudem hat der Staat die Zuschüsse gestrichen. Die Franziskanerinnen haben in dieser Zeit dafür gesorgt, dass die Familien zumindest regelmässig Lebensmittelpakete erhalten. Jetzt ist das Bildungszentrum wieder geöffnet. Weiter sind Hilfen notwendig. Die Mädchen und Jungen benötigen nun vermehrt psychologische Betreuung. Schwester Maria bittet uns um Unterstützung, damit das Zentrum weiter bestehen kann und die Kinder und Jugendlichen wieder einen sicheren und fürsorglichen Ort haben.

34‘100 CHF für Schuluniformen, Tische und Stühle sowie die Lohnkosten
von vier Lehrkräften und einer Köchin

Indien:
Bildung schenkt Zukunft

Holz sammeln und auf dem Feld oder zu Hause arbeiten, das trifft sehr viele Kinder der Ethnie der Khasi im Nordosten des Landes. Chancen auf ein anderes Leben als das in Armut haben die Kinder kaum. Da ist die Schule der Franziskaner in Nongjri ein Lichtblick für viele Kinder und Eltern.

Mittlerweile sind es 390 Mädchen und Buben, die an der Schule unterrichtet werden und täglich eine warme Mahlzeit erhalten. Die fürsorgliche Betreuung und der gute Unterricht führen dazu, dass immer mehr Eltern ihre Kinder in diese Schule schicken möchten. Die Klassenzimmer sind klein und reichen bei weitem nicht mehr aus.

Damit mehr Kinder unterrichtet werden können, möchte Pater Stephen das Schulgebäude um einen Stock erweitern. So entstehen vier neue Klassenzimmer.

Damit dieser Bau möglich wird, bittet Pater Stephen uns um einen Beitrag von 27 500 Franken.

Peru:
Mädchen stark machen

Mädchen und Frauen erfahren in Peru eine sehr geringe Wertschätzung. Sie erleben eine hohe Gewaltbereitschaft und leben in täglicher Diskriminierung. Der Schulbesuch wird Mädchen nach wie vor verweigert, weil sie im Haushalt und auf dem Feld mitarbeiten und oftmals die Betreuung ihrer Geschwister übernehmen müssen. Sie werden sehr früh verheiratet und sehr jung Mütter. Schwester Flor de María wirkt in Curahuasi und Umgebung.

Eine Region, in der vorwiegend Menschen der Ethnie der Quechua leben. Mädchen stark zu machen, ihnen Lebensperspektiven eröffnen und Wertschätzung zu geben, liegt den Schwestern am Herzen. So haben die Franziskanerinnen vor vielen Jahren ein Wohnheim eröffnet, damit benachteiligte Mädchen im Alter von 11 bis 18 Jahren die Möglichkeit haben, eine weiterführende Schule zu besuchen. Mittlerweile ist das Gebäude marode.

Die Schülerinnen sind dort nicht mehr sicher. Damit 45 Mädchen weiter zur Schule gehen können, haben die Schwestern begonnen, das Gebäude zu erneuern. Das Erdgeschoss steht. Dort befinden sich Bibliothek, Studierzimmer, Werkstatträume, sanitäre Anlagen und eine Waschküche. Jetzt ist es notwendig, im ersten Stock die Schlafräume zu bauen.

Dafür bittet Schwester Flor de María uns um einen Beitrag von 31 900 Franken, die wir gerne nach Peru senden möchten.

Guatemala:
Gesundheit ist kostbar

Im Armenviertel El Mezquital von Villa Nueva steht eine kleine Gesundheitsstation. Eröffnet wurde sie von den Franziskanern vor Ort. Die Lebensbedingungen der Menschen sind unwürdig, die Behausungen ärmlich. Kanalisation, Strom- und Wasserversorgung gibt es nicht. Zugang zu Gesundheitsversorgung haben die Menschen ausschliesslich durch die Gesundheitsstation der Franziskaner. Sie ist überlebenswichtig für so viele.

Weil die Menschen im Armenviertel weder fliessend Wasser noch Seifen oder Hygieneartikel haben, breiten Krankheiten sich sehr schnell aus. Medizinische Behandlungen oder Medikamente können sie nicht bezahlen. Umso mehr sind sie auf die Hilfe der Franziskaner in der Gesundheitsstation absolut angewiesen.

Gerade jetzt in Zeiten von Corona. Die Franziskaner benötigen dringende Unterstützung von aussen, um die Gesundheitsstation weiterführen zu können.

Pater Rocael bittet uns um eine dringende Hilfe von 13 300 Franken für Medikamente, Vitamine, medizinische Geräte, Schutzmaterial und Hygieneartikel.

Kongo:
Kanisterweise Wasser

Ein Fahrrad, voll gestapelt mit Wasserkanistern, schiebt ein Verkäufer alle zwei Tage zur Grundschule der Franziskanerinnen in Dilolo-Gare. Schwester Agnes kauft dann 10 Kanister. Das ist teuer. Das Wasser muss für 600 Schulkinder, die Lehrkräfte und die Franziskanerinnen reichen. Das Problem des Zugangs zu Wasser ist omnipräsent und erschwert den täglichen Schulablauf massiv.

Zudem ist das Wasser aus den Kanistern nicht geprüft. Die Schwestern wissen nicht, ob es wirklich sauber ist. Krankheiten breiten sich schnell aus. Gerade jetzt in der Coronakrise ist es für eine gute Hygiene essenziell, genügend sauberes Wasser zur Verfügung zu haben. Es ist dringend notwendig, auf dem Schulgelände einen Brunnen zu bauen. Die Kinder kommen aus armen Familien.

Unterstützung ihrerseits können die Schwestern nicht erwarten. Damit ein Brunnen gebaut werden kann, brauchen die Franziskanerinnen unsere Hilfe.

Mit 12 100 Franken können wir dazu beitragen, dass die Schulkinder mit allen Lehrkräften sowie die Bewohner der nahen Umgebung mit sauberem Trinkwasser versorgt werden können.

Burkina Faso:
Frieden und Respekt

Friedvolles Zusammenleben und Toleranz lernen die Kinder im Kindergarten und an der Grundschule der Franziskaner in Korsimoro neben dem allgemeinen Unterricht. Sozialer Zusammenhalt ist wichtig für ein respektvolles und friedfertiges Zusammenleben.

Den Kindergarten und die Grundschule besuchen viele Flüchtlingskinder, die in Lagern ausserhalb der Stadt unter oft menschenunwürdigen Bedingungen leben.

Die Mädchen und Jungen bekommen täglich zwei kleine Mahlzeiten und ein nahrhaftes Mittagessen. Die Flüchtlingskinder lieben die Schule, fühlen sich willkommen und können in der liebevollen Fürsorge die Nöte des Lebens im Lager für einige Stunden vergessen.

Pater Léonard bittet uns um eine Unterstützung von 12 100 Franken für Nahrungsmittel und die Gehälter von fünf Erzieherinnen.