Sep
23

 

 

 

immer mehr merken wir, was wir sehr lange nicht gemerkt haben: Wie kostbar alles ist. Wir merken, wie kostbar eine intakte Familie und menschliche Wärme sind. Wie kostbar friedfertiges Zusammenleben ist, reichlich sauberes Wasser und eine intakte Umwelt. Jeder Tag, an dem wir aufwachen und die Kostbarkeiten des täglichen Lebens erkennen, ist ein wunderbarer Tag. Gerade auch in dieser einzigartigen Zeit, in der nichts mehr so ist, wie es war.

Vielleicht merken wir auch, dass immer mehr Dinge, die wir uns heute erlauben können, uns nicht mehr wirklich erfüllen und stattdessen Fragen in uns erwachen: Was ist mein Beitrag, den ich für andere, für die Welt leisten kann. Was ist mein Beitrag, damit jene Menschen nah und fern, die in grosser Bedrängnis sind, Hoffnung, Mut und Zuversicht finden, den Glauben an das Leben bewahren oder wiederfinden und dem Leben gerade unter diesen ungewöhnlichen Bedingungen Sinn geben. Was ist mein Beitrag dafür, dass Menschen begreifen, wie kostbar und wertvoll sie selbst sind.

Wenn mich solche Fragen beschäftigen, vertraue ich darauf, dass Gottes helfende Hand mir die Antwort zeigt. Ich finde sie in den Menschen, die Grossartiges bewirken, in jenen, die, egal wie schwer die Umstände sind, da bleiben und sich dem Leben stellen.

So wie es Schwester Iracema in Brasilien tut. Sie sorgt jeden Tag dafür, dass 230 Kinder und Jugendliche im Bildungszentrum Maria Leonor vor den Gefahren der Strasse geschützt sind, nahrhafte Mahlzeiten bekommen und fürsorgliche Betreuung. Bemerkenswert ist der Einsatz unserer Schwestern und Brüder in der Ukraine. Nach wie vor sind sie da und helfen. Was sie täglich erleben und sehen, können wir uns hier in der Schweiz schwer erdenken. So tun es auch die Franziskaner im Kinderhort in Ternopil. Sie kümmern sich um Kinder, die Hunger leiden und sorgen dafür, dass sie täglich etwas zu essen bekommen und tagsüber an diesem liebevollen, sicheren Ort aufgehoben sind.

Am 4. Oktober feiern wir den Gedenktag des Heiligen Franziskus. Meine Gedanken und Gebete gehen zu all den Menschen, die Not leiden. Ich bitte um Zuversicht, Mut und Hoffnung für uns alle. Mögen wir Menschen mehr und mehr spüren, wie kostbar alles Leben und jeder Einzelne ist.

So bitte ich Sie um Ihre Mithilfe im Einsatz für Menschen in Not.

Möge Gottes Segen Sie jeden Tag begleiten.

Pax et Bonum!

Ihr

Bruder Mathias Müller OFM

P.S. Ab Oktober gilt nur noch der neue Einzahlungsschein. Bareinzahlungen am Postschalter kosten uns hohe Gebühren. Zahlungen über die Bank, per Internet oder Zahlungsauftrag helfen diese Kosten zu minimieren. Bei Fragen zu Spendenüberweisungen helfen wir Ihnen gerne weiter.