Nov
17

die dunkle Jahreszeit hat begonnen. Wir ziehen uns in unsere Stuben zurück, es wird etwas ruhiger, in einem Jahr, das wieder so viel gefordert hat von jedem Einzelnen. Der Advent naht. Ich bin voller Hoffnung, dass wir Menschen in der Vorbereitungszeit auf das Fest der Liebe und des Lichts wieder neu zusammenfinden.

Die äusseren Umstände haben dafür gesorgt, dass viele sich haben entzweien lassen. Im Freundeskreis, in den Familien, auf dem Arbeitsplatz. Unterschiedliche Weltanschauungen prallten aufeinander und stifteten Unfrieden. Ich hoffe, dass wir in der Zeit des Advents wieder beginnen, zuzuhören, miteinander zu reden und unser Herz zu öffnen, damit die Verhärtungen in uns sich verwandeln in einen respektvollen Umgang, der Wärme, Nähe und Verbindung schafft. Die Welt braucht unsere Liebe mehr denn je.

Advent bedeutet «Ankunft» – Die Ankunft Gottes auf Erden durch die Geburt Christi. Seine Geburt verkörpert die grundlegende Botschaft des Christentums, die der Menschwerdung Gottes. Der, der alles erschaffen hat, wird selber Mensch und kommt in unsere Welt, weil er uns liebt. Diese Botschaft erreichte und erreicht Menschen weltweit. Unabhängig ihrer Glaubensrichtung, hat sie viele bewegt und verändert. Ich bin überzeugt: Überall, wo Menschen lieben, ist Gott gegenwärtig. Überall wo Gott gegenwärtig ist, breitet die Liebe sich aus.

Und überall da, wo wir von Herzen geben, wächst die Nächstenliebe und tut ihre Wirkung. So bitte ich Sie heute, Ihr Herz zu öffnen für jene Menschen, die grosse Not leiden. So viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene brauchen in dieser schwierigen Zeit konkrete Hilfe in ihrem täglichen Kampf ums Überleben. Schon kleine Gaben können Welten verändern.

Mit meiner Bitte um Ihre Hilfe verbinde ich auch die Dankbarkeit dafür, dass es Menschen gibt wie Sie. Ihnen und Ihren Lieben wünsche ich für den nahenden Advent mit Gottes Segen eine besinnliche und lichtvolle Zeit.

 

Pax et Bonum!

Ihr

Bruder Mathias Müller OFM