Jan
27

 

 

jedes Ende trägt schon den Neuanfang in sich. Das zeigt uns der Januar gleich zweifach. Er ist der Monat des Neubeginns eines Jahres und er ist meist der kälteste des Winters.

Wir können durch die zugefrorenen Furchen der Äcker gehen. Vor unseren Augen liegen sie da, die langen parallelen Streifen, hart und verkrustet. Das Leben im Boden hat sich zurückgezogen, wirkt tot und lebt doch. In einer Handvoll gesunder Erde tummeln sich mehr Organismen als es Menschen auf der Erde gibt. Es ist so wunderlich für uns, ja ein Geheimnis, dass das Leben im Boden sich ausruht, Kraft sammelt, um dann, wenn der Boden warm, weich und geschmeidig wird, neu zu beginnen, neu zu wachsen und zu gedeihen. Schon jetzt keimt unter dem Hartgefrorenen die Saat. Die Lebewesen bereiten sich vor auf ihr wichtiges Wirken für das Gleichgewicht auf der Erde.

Wie tröstlich und gleichzeitig kraftvoll ist der Gedanke an die neu keimende Saat unter dem kalten Winterboden. Die unsichtbareGewissheit, dass es weitergeht, neu und kraftvoll. Leben, das uns auch in diesem Jahr vor neue Herausforderungen stellt, das uns aber auch Kraft und Vitalität gibt, sie zu meistern.

Mit diesem Bild möchte ich Sie einladen, gemeinsam aufzubrechen, neu zu säen und auf das, was neu wachsen kann, mit Zuversicht und Sorgfalt zuzugehen. Das kann für jede und jeden von uns zu ganz unterschiedlichen Zeiten und verschiedenster Art sein. Was gibt es Schönes? Was ist überraschend? Was ist berührend? Wofür braucht es besonders viel Kraft?

Für uns als Hilfswerk steht das gemeinsame Wirken für Menschen in Not im Mittelpunkt. Hier setzen wir unsere Kraft ein. Wir sind bestrebt, für jene Menschen da zu sein, die unter den Zeichen der Zeit in besonderem Masse leiden und oft genug um ihr Leben fürchten müssen.

Ja, Neuanfang birgt immer etwas Besonderes in sich. Jeder Tag ist neu, schenkt uns neue Möglichkeiten. So danke ich Ihnen für Ihr Vertrauen und wünsche mir, dass wir gemeinsam durch das Jahr 2023 gehen, dass wir mit Kraft und Zuversicht die Wege beschreiten, die für uns und die Welt Neues bringen.

In dankbarer Verbundenheit

Pax et Bonum!

Ihr

Bruder Mathias Müller OFM

 

P.S. Seit Oktober gilt nur noch der neue Einzahlungsschein. Bareinzahlungen am Postschalter kosten uns hohe Gebühren. Zahlungen über die Bank, per Internet oder Zahlungsauftrag helfen diese Kosten zu minimieren. Bei Fragen zu Spendenüberweisungen helfen wir Ihnen gerne weiter.