El Salvador:
Kleine Herzen retten
In El Salvador kämpfen Kinder mit angeborenem Herzfehler jeden Tag um jeden Herzschlag. Und jeder einzelne Herzschlagkostet Kraft, so viel, dass die Mädchen und Jungen zu schwach sind, um ein fröhliches, gesundes und glückliches Kinderleben zu führen. Sie erreichen das Jugendalter oft nicht. In El Salvador ist es leider nicht selbstverständlich, betroffenen Kindern eine lebensrettende Operation zu ermöglichen. Das Gesundheitssystem ist marode. Es fehlt an allem Notwendigen, damit Kindern geholfen werden kann.
Seit mehr als 20 Jahren reist Prof. Christian Schlensak mit seinem achtköpfigen Team von Ärzten, Pflegekräften und Technikern aus der Universitätsklinik Tübingen in Deutschland jährlich ehrenamtlich nach El Salvador, um dort Kindern mit angeborenem Herzfehler aus armen Familien durch eine Operation ein neues Leben zu schenken. In Zusammenarbeit mit dem Kinderkrankenhaus Benjamin Bloom in San Salvador ist diese lebensrettende Mission immer wieder möglich.
Prof. Schlensak ist ärztlicher Direktor und Ordinarius an der Universitätsklinik für Thorax-, Herz- und Gefässchirurgie in Tübingen. Eine lebensrettende Herzoperation für ein Kind kostet in El Salvador 5‘000 Franken. Wir möchten diese wichtige Arbeit unterstützen, damit mehr kleine Kinderherzen gross werden.
80‘000 Franken für notwendige medizinische Geräte, Verbrauchsmaterial, Medikamente und die Reisekosten des medizinischen Teams
Peru:
Still und verzweifelt
Scham, Verzweiflung, Resignation. Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderungen bleiben in abgelegenen Gebieten des peruanischen Amazonas versteckt in den Häusern. Eingeschlossen, verurteilt, still und verzweifelt ertragen sie ihren Zustand ohne Aussicht auf eine würdige Lösung für ihre Lebenssituation. Sie sind mangels staatlicher Angebote weitgehend von medizinischer Versorgung und gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen. Das berichtet uns Schwester Alberta aus Indiana.
Hier und in Tamshiyacu führen die Franziskanerinnen je ein Rehabilitationszentrum für Menschen mit Behinderungen. „Nahezu täglich erfahren wir von Betroffenen. Es sind Menschen, die verschiedenen Ethnien angehören und in extremer Armut leben.“ In den beiden Zentren erhalten rund 250 Kinder, Jugendliche und Erwachsene die notwendigen Therapien, medizinische Versorgung und Begleitung.
Ergänzt wird die Hilfe der Franziskanerinnen durch Familienarbeit, Schulungen und einen Dorfgesundheitsdienst. Für die Familien und die von Behinderung Betroffenen sind die beiden Zentren die einzigen Orte der Fürsorge und Hilfe und absolut notwendig. Schwester Alberta bittet uns um Hilfe.
17‘000 Franken für Medikamente, Arztbesuche, für zwei Physiotherapeuten, zwei Krankenschwestern und die Ausbildung von weiteren Krankenschwestern
Namibia:
Ein Brunnen für ein ganzes Dorf
Mit ockergelbem Staub bedeckt sind die Füsse der Mädchen. Barfuss brechen sie schon am frühen Morgen mit ihrer Ziegenherde zu weit entfernten Wasserquellen auf. Stunden sind sie unterwegs. Zurück nach Hause kommen sie erst am späten Abend. Zeit für den Schulbesuch oder gar Spielen bleibt keine. Wegen der Milch und des Fleisches sind Tiere Lebensgrundlage für die Familien.
So haben die Mädchen im Dorf Katutura die Aufgabe, die Ziegen zu hüten und Wasser nach Hause zu tragen. In Katutura leben etwa 2‘000 Menschen. Sie alle brauchen sauberes Trinkwasser. Natürlich ist es auch wichtig, dass all die Nutztiere mit genügend Wasser versorgt werden. Schwester Agrippina sieht die Dringlichkeit, hier endlich einen Brunnen bauen zu lassen. Da der Brunnen etwas entfernt vom Dorf liegen wird, müssen auch Wasserleitungen gelegt werden, damit das Trinkwasser in die Nähe der Häuser geleitet werden kann.
Der Bau des Brunnens wird der gesamten Dorfbevölkerung dienen, da sauberes Wasser die Gesundheit aller fördert, die Mädchen müssen keine weiten Wege mehr zurücklegen und können die Schule besuchen. Auch die Tiere können versorgt werden. Sauberes Wasser wird verlässlich für alle zugänglich. Schwester Agrippina bittet uns um Hilfe.
23‘500 Franken für den Bau eines Brunnens mit solarbetriebener Pumpe, Rohrleitungen, zehn Zapfsäulen, drei Wassertanks
Guinea-Bissau:
Ein Dach über dem Kopf
Da steht es, das neue erweiterte Gebäude der Schule „Jardim-Escola Ninho“ im Stadtteil Antula in der Hautpstadt Bissau. Alles ist fertig, nur das Dach fehlt.
Die Franziskanerin Schwester Anelise ist Sekretärin an der Schule und kümmert sich darum, dass die gesamte Organisation gut funktioniert, damit die Kinder des Kindergartens und der Grundschule die bestmögliche Betreuung und Schulbildung erhalten. Das ist wichtig für die Kinder, denn das gesamte Bildungssystem im Land ist unzuverlässig und instabil. Es fehlt an vielem, was eine gute Bildung der Kinder möglich macht. Die Schule der Franziskanerinnen ist bei den Eltern sehr beliebt. Die Nachfrage ist gross. Deshalb wurde das Schulgebäude Anfang des Jahres um mehrere Klassenzimmer erweitert, auch, damit alle Kinder die Grundschule abschliessen können. Die Klassenräume können noch nicht genutzt werden, da das Dach noch fehlt. Die Mittel reichten dafür leider nicht mehr aus.
So bittet Schwester Anelise uns um Unterstützung. Es soll ein Satteldach entstehen mit Regenrinnen und Fallrohren. Die Kinder im Stadtteil Antula warten schon sehnlichst darauf, endlich die neuen Klassenzimmer beziehen zu können. Wir bitten um Ihre Hilfe.
25‘000 Franken für den Bau des Daches, Regenrinnen und Fallrohre
Indonesien:
Unsere Hilfe ist angekommen
Im September letzten Jahres hatten wir Sie um Unterstützung für einen Schulbus für die Kinder aus dem Dorf Permatang Sicantar gebeten. Die Menschen im Dorf arbeiten für grosse Unternehmen auf Reisfeldern oder Palmöl- und Kautschukplantagen. Die Arbeit ist hart. Der Verdienst so niedrig, dass sie ihre Familien kaum ernähren können. Es gibt wenig Infrastruktur. Entfernungen werden mit dem Motorrad zurückgelegt. Für die Kinder in den entlegenen Dörfern ist das ein grosses Problem, da die Eltern entweder kein Motorrad besitzen oder es für ihren Weg zur Arbeit benötigen. Somit war es vielen Kindern nicht möglich, die Schule zu besuchen.
Das ist jetzt anders.
Dank Ihrer Hilfe von 27‘400 Franken konnte Schwester Loly einen Schulbus finanzieren.
Er holt die Kinder jetzt in Permatang Sicantar direkt ab, nimmt unterwegs noch andere Kinder, die abgelegen wohnen, mit und bringt sie zur Schule. Nach dem Unterricht geht die Fahrt wieder zurück nach Hause. Die Fahrten sind für die Kinder immer etwas Besonderes. „Toll, wie das schaukelt und brummt und wie schnell wir in der Schule sind!“ Freuen sich die Kinder.
Philippinen:
Hoffnung schenken
Sibay, Cebu und Samar – drei Namen, die wie aus einem Märchen klingen. Es sind drei wunderschöne philippinische Inseln. Dort leben mehrere unterschiedliche indigene Bevölkerungsgruppen. Obwohl die Menschen von grosser Armut betroffen sind, begegnen sie jedem mit inniger Herzlichkeit.
Ihre Lebenseinkünfte hängen stark von der Witterung ab, da viele von ihnen vom Abbau des Seetangs abhängig sind. Zudem leiden sie unter fehlender Infrastruktur, besonders auch einer guten medizinischen Versorgung. Viele Eltern können ihre Kinder nicht in die Schule schicken, weil sie die finanziellen Mittel für Schulsachen nicht aufbringen können. Auch Lebensmittel sind zu oft sehr knapp.
Pater Daniel und seine Mitbrüder haben ein Programm aufgebaut, in dem der Zugang zu medizinischer Versorgung für die Zukunft gesichert wird, Kinder Schulmaterialien erhalten und Hygieneartikel verteilt werden können. Ziel ist es, den Menschen der indigenen Volksgruppen eine stabile Gesundheitsversorgung und insgesamt bessere Lebensbedingungen zu ermöglichen. Wir möchten diese Arbeit für mehr Menschenwürde unterstützen.
12‘800 Franken für Medikamente, Schulsachen, Nahrungsmittel und Hygieneartikel
Uganda:
Ein sicheres Dach über dem Kopf
Risse in beiden Giebeln, fehlende Ringbalken und massive Mängel durch Termitenbefall, das ist der Zustand des Gebäudes, in dem die Mädchen des Internats schlafen sollten. Weil das Gebäude keine Sicherheit mehr bietet, bleibt es leer. So haben viele Mädchen keine Möglichkeit, im Internat zu übernachten.
Das bedeutet, dass der Zugang zu einer guten Schulbildung vielen verwehrt bleibt. Schwester Immaculate leitet die Grundschule und das Mädcheninternat. Sie bittet uns um dringende Hilfe, damit das Gebäude renoviert werden kann und so mehr Mädchen einen sicheren Schlafplatz erhalten und weiter die Schule besuchen können.
Schwester Immaculate bittet uns um Hilfe.
11‘000 Franken für ein neues Dach, neue Giebel, einen Anstrich und die Erneuerung des Fussbodens
Mali:
Eine neue Grundschule
Die Franziskanerinnen in Sokoroko führen eine Vorschule, in der Kinder vom kleinen bis zum grossen Kindergartenalter betreut werden. Doch nach dieser frühen Bildung endet für viele der schulische Weg, da es im Dorf keine Grundschule gibt. Die nächste Primarschule befindet sich etwa zehn Kilometer entfernt, eine Strecke, die für die Kinder allein zu weit ist und deren täglicher Transport für die meisten Familien finanziell unmöglich ist.
Besonders die Frauen des Dorfes sind deshalb an die Schwestern mit der dringenden Bitte herangetreten, eine Grundschule zu bauen. Die Dorfgemeinschaft will aktiv mitwirken, indem sie bereits das dafür notwendige Grundstück zur Verfügung stellt, den Bauarbeitern Unterkunft und tägliche Mahlzeiten bietet. Die Eltern sehen die Dringlichkeit, den Kindern eine gute und sichere Schulbildung zu ermöglichen.
Es sollen nun drei Klassenräume gebaut werden, in denen die Kinder von der ersten bis zur elften Klasse unterrichtet werden. Für den Bau bittet Schwester Marianne uns um Hilfe.
24‘000 Franken für Baumaterialien, Schreiner- und Malerarbeiten
Kamerun:
Kostbares Wasser
Täglich legen Frauen und Mädchen in der sehr weitläufigen Gemeinde Moulvoudaye viele Kilometer zurück, um Wasser zu holen. Das Gebiet liegt in der Sahelzone. Diese Art des Lebens unter den gegebenen Bedingungen ist für uns hier in der Schweiz unvorstellbar. Täglich Temperaturen von 40 Grad, lange Trockenheit, wenig Regen führen dazu, dass sauberes Trinkwasser kaum zugänglich ist.
Die Frauen und Mädchen tragen die Hauptlast der Wasserbeschaffung. Ihre Sicherheit und Bildungsmöglichkeiten sind stark beeinträchtigt. Schwester Celestina möchte deshalb so bald als möglich einen Tiefenbrunnen bauen lassen. Damit verbessern sich die Lebensbedingungen der Frauen und Mädchen deutlich. Bald darauf soll auch eine Schule gebaut werden, damit den Kindern eine gute Schulbildung ermöglicht wird.
Für den Bau des Brunnens bittet Schwester Celestina uns um Hilfe. Eine regelmässige Wartung und die Unterstützung der Bevölkerung sind bereits gesichert.
11‘000 Franken für den Bau eines Brunnens
Brasilien:
«Pelo Direito à Vida» Für das Recht auf Leben
«Die soziale Ungleichheit, der Hunger und das Elend, Konflikte um Wohnraum und Land nehmen im brasilianischen Regenwald immer mehr zu, während grosse Konzerne und das räuberische, auf Ausbeutung ausgerichtete Modell des Bergbaus und der Agrarindustrie ihre Agenda und Prioritäten der Regierung aufzwingen. Die Entwaldung im Amazonasgebiet ist ein ernstes Problem, das hauptsächlich durch die Ausbreitung von Rinderherden und Sojaanbau, aber auch durch Rohstoffabbau und illegale Holzwirtschaft vorangetrieben wird. Auch der Bergbau hat in den letzten Jahren massiv zugenommen.
Es müssen dringend Massnahmen unternommen werden gegen das Vordringen der Agrarindustrie, den Raubbau, den Holzeinschlag und den illegalen Bergbau, die die Unversehrtheit des Waldes und das Wohlergehen der von ihm abhängigen Völker gefährden.» Das schreibt uns Pater Olavio in seinem dringenden Hilferuf. Durch die Veränderungen in der Welt ist es dringend notwendig geworden, die bedrohten Völker neu zu mobilisieren, Bewusstseinsarbeit zu leisten und sich intensiver für Mensch und Natur einzusetzen.
Wir stehen in regelmässigem Kontakt mit unseren brasilianischen Mitbrüdern und möchten helfen.
30‘000 Franken für Weiterbildungen von Leitungspersonen, Seminare zur Stärkung der Menschen für würdigen Wohnraum und Fortbildungen zum Thema Menschenrechte und Ökologie für Jugendliche