Sep
20

  

öfters schon wurde mir die Bemerkung gemacht: Was ihr macht finden wir ja schon gut, aber müsst ihr diesen Begriff «Mission» verwenden, das ist doch veraltet! Ehrlich gesagt, habe ich mich auch schon gefragt, ob es noch zeitgemäss ist von «Mission» zu sprechen.

Je mehr ich mich aber mit dieser Frage beschäftigte, desto bewusster ist mir geworden, dass die Mission ein Urauftrag der Kirche ist. Jesus schickte seine Jünger in die Welt hinaus mit der Aufforderung das Evangelium allen Völkern, ja allen Geschöpfen zu verkünden. Die Kirche ist von Anfang an missionarisch. Wenn man darüber nachdenkt, kann es auch gar nicht anders sein: Menschen, die Jesus begeg- net sind und von seiner Botschaft erfahren haben, werden von einer Freude und Hoffnung erfüllt, die sie weitergeben wollen. Gott ist Mensch geworden um uns zu befreien von unseren Leiden, von unserer Gottesferne. Mission ist eine Einladung, diesem Gott der Liebe in aller Freiheit zu begegnen.

Wie ist das nun bei uns Franziskanern? Franz von Assisi war durch und durch erfasst von der Erfahrung Gottes in seinem Leben, dass er gar nicht anders konnte, als zu missionieren. Er nahm den Auftrag Jesu so wörtlich, dass er ja auch zu den Tieren predigte. Er schickte seine Brüder in die Welt hinaus, damit sie den Menschen von der Barmherzigkeit Gottes erzählten. Aber nicht nur mit Worten, vielmehr soll- ten die Taten der Brüder von der Liebe Gottes Zeugnis geben.

Brüder und Schwestern der franziskanischen Familie wollen auch heute diese Botschaft leben. So wie es Schwester Teodora in Mali tut. Sie lebt dafür, dass arme Familien eine gute Gesundheitsversorgung bekommen. Auf Madagaskar ist es Pater Gabriel, der dafür sorgt, dass 400 Mädchen und Jungen die Sekundarschule besuchen können. In Syrien möchten die Franziskaner den Menschen aufbauende Hoffnung geben, indem sie Räume für Bildung und Begegnung schaffen und schliesslich ist es Schwester Zeldite, die Frauen und Kindern beisteht, die in der Stadt Passo Fundo als Recyclingmüllsammlerinnen wichtige Unterstützung brauchen.

Diese Brüder und Schwestern leben franziskanisches Teilen und die Botschaft des Franz von Assisi unmittelbar unter den Menschen. Diese wichtige Arbeit ist nur möglich, weil auch Sie, liebe Spenderinnen und Spender, diese Botschaft der Geschwisterlichkeit leben und den Wunsch haben, dass es allen Menschen gut gehen soll. Für Ihr Engagement danke ich Ihnen und sende Ihnen mit dem Gruss des Heiligen Franziskus den franziskanischen Segen:

Pax et Bonum!

Frieden und Gutes!

Bruder Mathias Müller OFM

P.S. Im Oktober feiern wir natürlich auch das Fest des hl. Franziskus. Aus diesem Anlass möchte ich Sie gerne zu einem gemeinsamen Pilgertag am 12. Oktober einladen. Wir gehen gemeinsam zu Fuss von der Kirche St. Anton in Zürich zur Antonius-Wallfahrtskirche in Egg/ZH. Nähere Informationen dazu finden Sie auf unserer Webseite: www.missionsverein.ch